Multisig-Wallets – Wie Teams von Morgen ihre Finanzen verwalten

 

Was ein Wallet ist, und welche Arten es davon gibt, habt ihr bereits in einem unserer ersten Artikel gelernt. Auch Hardware-Wallets wie Ledger und TREZOR kennt ihr schon. Nun vervollständigen wir diese Reihe mit sogenannten Multisig-Wallets. Doch was heißt ‚multisig‘ überhaupt?

Was bedeutet Multisig-Wallet?

Die Abkürzung ‚multisig‘ steht für multisignature, also Mehrsignaturen. Das bedeutet, dass bei einem solchen Wallet mehrere Teilnehmer, bzw. mehrere private keys als Walletinhaber hinterlegt sind. Dies bedeutet, dass alle diese Teilnehmer bzw. private keys bei einer (Bitcoin-) Transaktion aufgefordert werden, diese Transaktion mit ihrem key zu signieren, also freizugeben. Wird die Signatur nicht von allen Teilnehmern / keys gesetzt, kann die Transaktion nicht durchgeführt werden. Dadurch hat ein Multisig-Wallet gerade für Teams, Organisationen, Firmen oder Gruppen im Allgemeinen (ab 2 Personen) einen rießen Vorteil: Über dieses Wallet können gemeinsame ‚Vermögen‘ bzw. gemeinschaftliche Beträge ohne Vertrauensprobleme miteinander geteilt und verwaltet werden. Das erinnert möglicherweise ein wenig an ein Gemeinschaftskonto, aber richtig spannend wird ein solches Wallet gerade dann, wenn das Team geographisch über die gesamte Erdkugel verteilt sitzt und man sich möglicherweise gar nicht persönlich kennt.

Höhere Sicherheit

Die zunehmende Gloabiliserung und open source Projekte bringen immer häufiger Menschen in entsprechenden Organisationen zum Vorschein. Mit einem Multisig-Wallet können solche Teams schon heute das gemeinsame Vermögen sicher und gemeinschaftlich verwalten. Doch nicht nur für Teams, auch für einzelne Bitcoin-Besitzer erhöht ein Multisig-Wallet die Sicherheit: Denn Multisig bedeutet in erster Linie, dass mehr als eine ‚Unterschrift‘ erforderlich ist, um eine Transaktion zu legitimieren. Dabei können aber auch Einzelpersonen mehrere ‚Unterschriften‘ (private keys) für ein und dasselbe Wallet besitzen und dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass jemand sich unbefugten Zugriff auf diese Beträge verschafft. Es besteht hier nämlich auch die Möglichkeit, die private keys von anderen Wallets zu integrieren: So gibt es mittlerweile auch für Multisig-Wallets die Möglichkeit, den private key eines Hardware Walltes wie Ledger oder TREZOR als einen der Multisignatures zu hinterlegen.

Nutzung

misthos

Tatsächlich findet man mittlerweile zahlreiche Multisig-Wallets auf dem Markt. Neben Electrum, Bitgo und Coinbase ist auf Blockstack nun auch ein solches Wallet von Misthos verfügbar. Letzteres nutzen wir drei Gründer von Coin Trainer. Der entscheidende Vorteil war für uns, dass es extrem leicht in der Bedienung ist: Schnell hatten wir ein ‚Venture‘ (Wallet) erstellt und uns mit wenigen Mausklicks als Teilnehmer zum Wallet hinzugefügt. Per Browser haben wir einen kinderleichten Zugriff und entscheiden gemeinschaftlich, welche Transaktion das Wallet wirklich verlassen darf. Solltet ihr in einem Team arbeiten und Kryptowährungen wie Bitcoin besitzen, können wir euch dieses Wallet nur empfehlen. Selbstverständlich helfen wir euch beim Einrichten. Schreibt euch einfach für ein Training ein.