Hardware Wallets im Vergleich – TREZOR vs. Ledger

Hardware Wallets
Hardware Wallets

In unserem Artikel „Was ist ein Wallet?“ haben wir dir erklärt, welche Arten von Wallets es gibt. Nun vertiefen wir das Thema Hardware Wallets, damit du deine Bitcoin und Kryptowährungen wirklich sicher aufbewahren kannst. Ein Vergleich zwischen TREZOR und Ledger.

Weshalb nicht auf einem Exchange?

Die Verlockung ist groß! Hast du einen Coin auf einem Exchange wie Binance, Bittrex oder Kraken gekauft, warum nicht gleich dort liegen lassen? Denn kommt der nächste Auf- bzw. Abschwung, kannst du natürlich schnell reagieren und zügig (ver-)kaufen. Das stimmt soweit, allerdings bringt dir das nichts, wenn dieser Exchange vorher gehackt wurde, und alle deine Coins nicht mehr dort liegen! Unwahrscheinlich? Nun ja, erst am 12. März 2018 wurde auf der japanischen Börse Coincheck eine Summe von 500 Mil. $ des Coins NEM (XEM) direkt von der Krypto-Börse gestohlen. Und das war nicht der einzige Vorfall in der jüngsten Vergangenheit:

Hack-Statistik von Krypto-Boersen
Hack-Statistik von Krypto-Börsen (Quelle: https://de.statista.com/infografik/12708/diebstaehle-von-kryptowaehrungen/)

Einige dieser Börsen stehen nun vor Gericht und/oder haben einen Insolvenzantrag gestellt. Schadensersatzansprüche sind zwar vereinzelt möglich, aber hier würden wir keine großen Hoffnungen machen. Deswegen solltest du dir folgendes gut einprägen:

Your private key = your coins!

Not your private key = not your coins!

Im Klartext: Wenn du den private key nicht besitzt, dann besitzt du die Coins auch nicht, zumindest nur indirekt! Es besteht immer die potenzielle Gefahr, dass jemand dir diese Coins wegnimmt, und du darauf keinen Zugriff mehr bekommst. Das heißt, wenn du mit den Coins nicht aktiv tradest, dann nimm diese besser vom Exchange herunter. Aber wo ist es denn sicher für deine Bitcoins & Co.?

Welche Vorteile haben Hardware Wallets?

Eine der sichersten Varianten zum Aufbewahren von Kryptowährungen bieten Hardware Wallets. Ein Hardware Wallet hat zwar optische Ähnlichkeiten mit einem USB-Stick, funktioniert aber grundlegend verschieden und ist ausschließlich für die sichere Aufbewahrung von Kryptowährungen geeignet. Diese Wallets sind deshalb so sicher, weil du nicht nur eine Software nutzt, sondern auch eine Hardware (ein Gerät), das du physikalisch und offline gut verwahren kannst. Die Software funktioniert dabei wie der öffentliche Schlüssel (public key) und die Hardware wie der private key (private Schlüssel). Erst wenn beide Komponenten zusammen kommen, ist der Zugriff auf die dort hinterlegten Coins möglich. Selbstverständlich können darauf Transaktionen getätigt und empfangen werden.

Welches Hardware Wallet ist das richtige für dich? Nun, die Auswahl ist tatsächlich überschaubar und im Wesentlichen haben sich zwei Hersteller am Markt herauskristallisiert, die wir beide guten Gewissens empfehlen können. Letztendlich ist es reine Geschmackssache, welcher der Beiden dir besser liegt, aber entscheide selbst:

Was bietet Ledger?

Das Hardware Wallet von Ledger schützt deine Coins mit einer smartcard (wie ein Computer-Chip auf einer EC-Karte) und sorgt gleichzeitig dafür, die Identität des Wallets nachzuweisen. Außerdem befindet sich in der Hardware ein Mikro-Prozessor, der zertifiziert gegen alle Arten von Angriffen (physikalisch und digital) schützt. Hier kommt also ein Verfahren zum Einsatz, welches seit Jahren einen Sicherheitsstandard in der Bankenwelt darstellt. Der private key (private Schlüssel) wird vom Gerät generiert und besteht aus 24 Wörtern. Diese Coins kannst du derzeit auf einem Ledger verwalten. Wählen kannst du zwischen dem Ledger Nano s und dem Modell Ledger Blue. Letzteres ist die hochwertigere Variante und kostet fast das Dreifache im Vergleiche zum Model Nano s mit knapp 100 €. Weitere Infos findest du auf der Ledger Webseite.

Ledger Wallets
Ledger Wallets – Ledger Blue (links) und Ledger Nano s (rechts)

Was bietet TREZOR?

Beim Hardware Wallet von TREZOR wird bei der Erstinstallation des Geräts ein privater Schlüssel (private key), bestehend aus 24 Wörtern generiert, der das Gerät auch beim Verbinden mit einem Rechner niemals verlässt. Das Wallet ist nach einer deterministischen Struktur aufgebaut und kann somit endlos viele private keys abbilden. Das bedeutet, wenn du dein TREZOR Wallet einmal verlierst oder gestohlen bekommst, kannst du den private key (den du dir vorher handschriftlich notiert hast und sicher aufbewahrst) in einem neuen TREZOR Gerät eingeben, um wieder auf deine Coins zuzugreifen. Und damit ein gestohlenes Gerät nicht einfach von einem Fremden genutzt werden kann, befindet sich zum entschlüsseln des Geräts ein ausgeklügeltes PIN-System. Nutzen kannst du das Wallet in Verbindung mit einer optisch ansprechenden Web-Oberfläche auf der Webseite von TREZOR. Diese Coins kannst derzeit auf dem TREZOR verwalten. Bei der Hardware kannst du zwischen zwei möglichen Geräten wählen: Dem TREZOR One und dem TREZOR Model T. Das Model T ist im Format etwas größer und hat ein Farb-Display, kostet aber auch mehr als das Doppelte, im Vergleich zum Model One mit knapp 100 €. Weitere Infos findest du auf der TREZOR Webseite.

TREZOR Wallets – TREZOR Model T (links) und TREZOR One (rechts)

Für welches Wallet du dich auch entscheidest: Gehe keine Kompromisse bei deinen Finanzen ein und lass dich von uns bei der Einrichtung deines Hardware Wallets unterstützen. Wir begleiten dich bei Bedarf auch dabei, die ersten Transaktionen sicher auf dein Wallet vorzunehmen. Datenschutz und Verschwiegenheit sind dabei unsere oberste Priorität! Kontaktiere uns ganz einfach für eine Online-Schulung.