Bitcoin! Bah?

Bitcoin Dollar
Bitcoin? Bah!

1995 veröffentlichte das Newsweek einen Artikel mit dem Titel „The Internet? Bah! – Hype Alert: Why cyberspace isn’t, and will never be, nirvana“ . Darin beschreibt der Autor teilweise ausführlich, dass er nach einigen Jahren Erfahrung mit dem World Wide Web enttäuscht und davon überzeugt ist, dass das Internet sich nicht durchsetzen wird. Seiner Meinung nach können Online-Shops nicht erfolgreich werden, weil der persönliche Kontakt zum Verkäufer fehlt und grundsätzlich sei die Technologie nicht für die Massen ausgelegt. Online Datenbanken würden auch niemals die tägliche Zeitung, CD-Rom’s oder Bücher ersetzen.

Artikel Newsweek 1995

Heute, mehr als 20 Jahre später, würde der Autor den Artikel vermutlich nicht mehr so schreiben, denn alle Kritikpunkte haben sich entgegen seinen Aussagen mehr oder weniger genau so durchgesetzt: Millionen Menschen und somit fast jeder von uns hat mit seinem smartphone fast immer und überall Zugang zum Internet und kann an weltweiten Diensten wie Facebook und Google nahezu grenzenlos teilnehmen. Eine CD-Rom ist den Jugendlichen von heute gerade noch so ein Begriff, aber sicher kein täglich genutztes Medium mehr und wurde längst von USB-Sticks und der Cloud abgelöst. Die Umsätze von Online-Shopping steigen jährlich um weitere Milliarden Dollar an, sodass das Internet heutzutage vermutlich den größten wirtschafttlichen Marktplatz weltweit darstellt. Doch wie lassen sich da Parallelen zu Bitcoin ziehen? Weil der Bitcoin ebenso wie einst das Internet-Protokoll war: offen, dezentralisiert, neutral, grenzenlos und zensurresistent.

Der Bitcoin ist doch schon tot

Quelle: https://steemit.com/bitcoin/@mrmfceo/is-bitcoin-dead

Auf der Seite https://99bitcoins.com/bitcoinobituaries/ sind mehr als 300 Quellen aufgeführt, die den Bitcoin seit seinem Bestehen für tot erklärt haben. Zwei der am meisten zitierten Kritikpunkte sind, dass der Bitcoin eine Blase und nicht skalierbar ist. Darunter reihen sich auch Prominente und nahmhafte Größen wie Warren Buffet, die nicht sehr viel von diesem digitalen Geld halten und sagen voraus, dass das Projekt Bitcoin böse enden wird. Regelmäßig warnen Bankvorstände und einflussreiche Manager aus dem Finanzsektor vor Bitcoin, Ethereum & Co. und den schwerwiegenden Folgen, falls diese Kryptowährungen einmal zusammenbrechen. Wenig Optimismus also, doch gibt es noch einen Lichtblick?

Allen Widerständen zum Trotz

Trotz dieser regelmäßigen Negativ-Schagzeilen sind der Bitcoin und deren Blockchain nach wie vor online (bitcoinuptime.com). Damit beweist die Technologie eine gewisse Widerstandsfähigkeit. Und mehr noch, das System scheint allen Widersachern zum Trotz unaufhaltbar: Selbst Krypto-Verbote, von Ländern wie China, die dies bereits mehrfach umgesetzt haben, konnten die Nutzer dort nicht davon abhalten Kryptowährungen weiter zu verwenden. Das liegt unter anderem auch daran, dass der Bitcoin strukturell so aufgebaut ist, dass er resistent gegen solche Maßnahmen ist: Die Dezentralität. Das P2P Netzwerk macht den Bitcoin für solche Maßnahmen kaum angreifbar. Andreas Antonopolous äußerte sich einmal sinngemäß dazu: „Man kann den Bitcoin nicht aus einem Land heraushalten, aber man kann ein Land aus dem Bitcoin heraushalten.“ Damit beschreibt er, dass das System auch weiter existieren wird, wenn einige Länder oder Finanzinstitute sich dagegen stellen. Dann nehmen diese Länder an dieser Weiterentwicklung schlichtweg nicht teil und verpassen möglicherweise Potenziale für ihr Land oder ihre Organisation.

Ausblick und Potenziale

Vernachlässigen wir einmal die Preisentwicklung des Bitcoin und konzentrieren uns auf die Technologie, sowie die Möglichkeiten, dann kann man schon fast philosophisch werden: Denn was die Kryptowährungen bereits geschafft haben, ist einen Paradigmenwechsel einzuläuten. Eh und je sind wir es gewohnt, eine einzige Währung in unserem Alltag zu nutzen. In München zum Beispiel ist das der Euro, in New York der US-Dollar, mit dem wir unsere Brötchen beim Bäcker kaufen. Das wird dank Bitcoin so nicht bleiben: Neben dem Euro werden in einigen Jahren auch Kryptowährungen im Alltag genutzt. Zahlreiche Projekte arbeiten mit Begeisterung daran, die Technologie besser nutzbar zu machen und sie auf den massenhaften Gebrauch vorzubereiten.

 

bitcoin accepted

Stellen wir es doch jedem Menschen frei selbst zu entscheiden, ob sie ihre Brötchen mit Euro, Bitcoin oder dem Bäcker-Coin bezahlen. Mit diesem Beispiel wird auch gleichzeitig klar, dass man diese Kryptowährungen nicht nur als Zahlungsmittel betrachten, sondern auch als Identifikation, als Way of Life sehen kann: Wenn ein Tierschützer sich mit dem Tierschutz-Coin identifiziert, warum sollte er diesen dann nicht als Zahlungsmittel nutzen und Projekte in diesem Bereich unterstützen? Revolutionär ist nämlich daran auch, dass Kryptowährungen, die dezentral und offen aufgebaut sind, das Vertrauen zum System in sich selbst schaffen. Kryptowährungen und vor allem der Bitcoin sind mehr als nur eine digitale Währung. Sie sind eine Plattform, die Vertrauen schafft. Und dafür wird kein Mittelsmann, keine Bank erforderlich sein, dem man Vertrauen muss. Man vertraut auf die Mathematik und den Programm-Code.

Sicherlich sind hier noch einige Zeilen Code zu schreiben, bis digitale Währungssysteme im Alltag problemlos benutzt werden können. Doch wenn wir dem System die Chance und die Zeit geben, wie das bei der Entwicklung des Internets der Fall war, dann könnte dieses System die Welt nachhaltig verändern und vielleicht sogar ein wenig fairer gestalten. Schon jetzt könnt ihr das System der Kryptowährungen nutzen. Bei uns lernt ihr alles, was ihr benötigt, um euch in der Welt von Bitcoin & Co. sicher zu bewegen. Wenn wir euren Wissensdurst geweckt haben, dann schreibt euch direkt für ein Training ein. Wir freuen uns auf euch!