Anonyme Coins II – DASH

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Anonyme Coins – Dash

Wie ihr in unserer ersten Ausgabe (Monero) dieser Reihe nachvollziehen konntet, eignet sich der Bitcoin aktuell nur bedingt dazu, Transaktionen wirklich anonym zu tätigen. Doch wie lösen privacy Coins diese Situation? Dazu gibt es verschiedene Ansätze, aus welchem Grund es mittlerweile mehrere Kryptowährungen gibt, die eine absolute Anonymität versprechen. Wir legen in dieser Reihe den Fokus ausschließlich auf die Anonymisierungs-Funktionen der Coins. Heute stellen wir euch DASH vor:

DASH

Die Technologie die DASH nutzt, damit Transaktionen in diesem P2P-Netzwerk anonym bleiben, heißt „PrivateSend“ (privat senden). Diese Funktion ist in das Wallet von Dash eingebaut und kann beim senden von Transaktionen wahlweise genutzt werden. Anhand von fünf Stichworten lässt sich dieser Vorgang verständlich erklären:

1. Splitting (Werte aufteilen)

Im ersten Schritt wird dabei der von dir gesendete Betrag in bestimmte Werte aufgesplittet. Standard-Werte sind 0,01 DASH, 0,1 DASH, 1 DASH, 10 DASH. Also abhängig vom gesendeten Betrag wird dieser in bestimmte Wertgrößen aufgeteilt.

2. Masternodes (Der Mischer)

Im Anschluss sendet dein DASH-Wallet diese aufgesplitteten Werte an gewisse Knotenpunkte im DASH-Netzwerk, die man auch Masternodes nennt. Dabei werden keine persönlichen Daten mitgesendet, sodass ein Masternode nicht weiß, von wem diese Werte stammen. Aber was ist eigentlich ein Masternode?

Ein Masternode ist so etwas wie ein Computer, auf dem die Software von DASH läuft und jederzeit online mit dem Netzwerk verbunden ist. Diese Masternodes sorgen dafür, dass die Funktionen ausgeführt werden, die im Programmcode von DASH hinterlegt sind, und werden dafür mit DASH belohnt. Das scheint zwar ähnlich zu sein, ist aber nicht zu verwechseln mit einem Miner! Um ein Masternode im DASH-Netzwerk aufzusetzen, muss man mindestens 1.000 DASH Coins hinterlegen. Die Anforderungen an ein DASH-Masternode sind damit mittlerweile relativ hoch und kostspielig.

3. Mixing (Mischen)

Wenn nun zwei weitere Nutzer im DASH Netzwerk diese PrivateSend Funktion nutzen und damit die gleichen Standard-Werte an dieses Masternode senden, beginnt ein sogenannter Mixing (mischen) Prozess. Das Masternode mischt also den Input dieser drei Nutzer miteinander durch, und weist die Wallets der Nutzer an, den neu gemischten Input an ihr eigenes Wallet zu senden. Dein Wallet sendet diese neu gemischten Werte also direkt an sich selbst, alerdings zu einer anderen Adresse, einer so genannten Wechseladresse, die sich auch in deinem Wallet befindet.

Wichtig bei diesem gesamten Prozess ist, dass dein Wallet maximal 1.000 solcher Wechseladressen beinhaltet. Bei jedem Mixing-Vorgang wird eine dieser Adressen also verbraucht. Wenn du einmal alle deine Wechseladressen aufgebraucht hast, muss dein Wallet neue Adressen generieren. Dafür müssen zwingend die automatischen Backups im Wallet eingeschaltet sein.

4. Rounds („Runden drehen“)

Damit deine Beträge nun vollständig verschleiert werden, wiederholt dein Wallet diesen Prozess mit den Beträgen von zwei weiteren Nutzern mehrmals mit jedem Standard-Wert. Mit der Vollendung dieses Prozess wird eine Runde gezählt. Deine Bestände drehen also mehrere Runden, bis die Herkunft nicht mehr nachvollziehbar ist.

5. Automation (Automatismus)

Dieser Mixing Prozess erfolgt im Hintergrund, ohne deinen Einfluss. Sobald du also eine Transaktion ausführst, wurden deine DASH-Coins bereits anonymisiert und du muss nicht darauf warten.

Auch DASH hat also ein interessantes Konzept, mit dem die Nutzer ihre Privatsphäre beibehalten können. Wenn ihr euch näher für DASH interessiert schaut euch auch unseren Coincheck dazu an. Die oben beschriebenen Technologien sind teilweise sehr kompliziert und tiefgreifend. Wenn ihr Unterstützung bei der Einrichtung eines Wallets benötigt, helfen wir euch gerne mit unseren Online-Trainings.

 

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